65. IFS-Turnier in Schwäbisch Gmünd 2022

65. IFS-Turnier in Schwäbisch Gmünd 2022

Die 62.000 Einwohner große Stadt im Bundesland Baden-Württemberg war 5 Tage lang Gastgeber für Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Österreich. Ungarn konnte heuer – nicht zuletzt aufgrund von personellen Engpässen, die der Corona-Pandemie geschuldet waren – nicht am Turnier teilnehmen. Somit kämpften erstmals nur 4 Nationen um den Europameister-Titel.

Auch manch anderer Delegation machten krankheitsbedingte Ausfälle zu schaffen, allen voran dem österreichischen Fußballteam. Coach Hannes Pleva war mit der scheinbar unlösbaren Aufgabe konfrontiert, aus 12(!) neuen und lediglich 3 angestammten Spielern eine homogene Mannschaft zu formen. Im ersten Spiel gegen Frankreich setzte es daher eine bittere 0:6 Niederlage, aus der Trainer und Spieler ihre Lehren ziehen konnten. Bis zum Entscheidungsspiel gegen Luxemburg am letzten Turniertag war ein Zusammenwachsen der Spieler deutlich zu sehen und der letztlich 3. Platz auf allen Ebenen gerechtfertigt.

Ähnlich verlief das Tennisturnier, in dem das Team rund um Routinier Gerhard Kauschitz einige erfreuliche Siege verbuchen konnte. Letztlich platzierte sich Österreich etwas unglücklich (Platz 2 war durchaus in Reichweite), ebenso auf Rang 3.

Im Tischtennis musste unsere Delegation bei den Damen heuer auf beide Fixstarterinnen verzichten, damit war der 4. Platz keine Überraschung. Hervorzuheben ist aber jedenfalls die konstant gute Leistung von Stefan Leitgeb (PLB Innsbruck), der alle seine Spiele, die wie jedes Jahr auf sehr hohem Niveau standen, gewinnen konnte.

Für die positive Überraschung sorgten hingegen die beiden Schachspieler Franz Rechberger und Gerhard Tober (beide DS Linz). Seit 1983 in Brüssel gelang es keinem heimischen Schach-Team mehr, sich am Ende der Turnierwoche auf Platz 1 wiederzufinden. Durch hochkonzentriertes und taktisch kluges Spiel waren die Österreicher heuer nicht zu schlagen und holten sich den verdienten Sieg.

Im Endklassement belegte Österreich hinter Deutschland und Frankreich schließlich den dritten Gesamtrang.

Durch das Nichtantreten von Ungarn blieb an einem freien Nachmittag auch Zeit, die „Stadt zwischen Himmel und Erde“ zu besichtigen. Mit ihren Kirchen, historischen Gebäuden und zahlreichen schön gestalteten Plätzen repräsentiert die älteste Staufer-Stadt eindrucksvoll ihre 850-jährige Geschichte.

Wie jedes Jahr fand auch heuer im Rahmen des traditionellen Nationenabends die Siegerehrung statt. Und einmal mehr zeigte sich die freundschaftliche Verbundenheit der Sportlerinnen und Sportler abseits der Sportstätten: Die im Finale unterlegenen Franzosen standen für die deutschen Fußballer Spalier als diese auf die Bühne marschierten, um sich ihren Siegespokal abzuholen….

Nach wie vor schafft es der Sport, Menschen über alle Grenzen und Kulturen hinweg zu verbinden und zu begeistern!